Rückblick und Ausblick 2020/2021

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Reflexion ist eine der wichtigsten Dinge die man für sich selber und seine Ziele tun kann. Während des Lockdowns hat man dazu zum zweiten Mal dieses Jahr viel Zeit. Normalerweise nehme ich mir zum Ende des Jahres immer eine Woche Urlaub und reflektiere das vergangene Jahr.

Rückblick 2020

Das Jahr startete positiv, nur mit einer schlechten Vorahnung durch die Nachrichten aus China. Ich halte es auch immer noch für schlecht Panik zu verbreiten, man muss auch diese Krankheit nüchtern betrachten. So waren die ersten zwei Monate des Jahres eigentlich durch viele Aktivitäten mit Freunden und einer mir sehr wichtigen Frau bestimmt.
Im März begann dann das herunterfahren des Lebens so langsam, ich zog ins Home Office und die zusätzlichen Aufgaben auf der Arbeit nahmen zu. Die Mehrarbeit lenkte mich gut ab von den Nachteilen des Lockdowns. Ich dachte viel nach über meine Ziele, über Dinge die ich noch sehen möchte, telefonierte eigentlich jeden Abend und entwickelte mich in vielen Aspekten weiter.
Das Frühjahr verstrich und es wurde Sommer, beruflich lief es besser, es gab einige sehr einschneidende Veränderungen und diese waren erst der Anfang. Ich liebe Veränderungen, am liebsten in schneller nicht endender Folge. Das ist auch ein bisschen das Resümee aus meinem beruflichen Jahr. Die Aufgabe die ich in den nächsten Jahren ausfüllen möchte hat sich klarer gezeigt und bestätigt, auch wenn meine jetzige Aufgabe erfüllend wirkt. Ich will weiter kommen und so startete im Juli meine Weiterbildung zum Betriebswirt. Diese endet, aber aus verschiedenen Gründen, nach nur einer Woche für mich. Ich kam mit dem Lernkonzept und der angegebenen Einteilung nicht zu Recht und bevor es teuer wird, habe ich mich entschieden das Experiment zu beenden. Einen Monat später kam dann der zweite Rückschlag in diesem Jahr, die Frau, die mir sehr am Herzen lag, mit der ich dachte sie ist es, beendete was auch immer wir hatten. Es dauerte einige Wochen bevor ich wieder klare Gedanken fassen konnte. Ich konzentrierte mich auf die Arbeit und besucht meinen Bruder und seine Frau in Berlin. Die beiden Aspekte brachten mich wieder in die Bahn. Der kreative Input aus dem Besuch, entfaltete sich erst Wochen später und ich habe nach mehreren Jahren wieder begonnen mich mit Kunst, HipHop und dem Ausdruck meiner Gedanken im künstlerischen Kontext zu beschäftigen. Ein wirklich vernachlässigter Teil meines Lebens. Trotz vieler terminlicher Probleme schaffte ich es auch dieses Jahr noch für 4 Tage ins Saarland zu fahren und ein bisschen zu wandern. Wandern ist sowieso die beste Medizin wie ich finde, das sollte man immer machen wenn es einem gut geht, wenn es einem schlecht geht, wenn einen Zweifel plagen, einfach raus und laufen. Im Saarland fing ich an wieder mehr für mich zu tun. Ich sah auch ausgewählte Freunde wieder und ging ab und an wieder zur Arbeit ins Büro. Dann kam der zweite Lockdown, der ging einher das ich meine Küche nach anderthalb Jahren endlich mal soweit fertig stellte und mein Ankleidezimmer in ein Büro umbaute. Hier kann ich mich jetzt zum Arbeiten und kreativ sein zurückziehen. Manchmal muss Veränderung sein, auch wenn ich eigentlich wegziehen wollte, schätze ich es derzeit hier zu wohnen und wirklich eine große Wohnung zu haben.

Learning aus 2020

Ich habe für mich festgestellt, ich muss nicht für eine Firma arbeiten die mich an ein Büro bindet. Ich kann mir ein dauerhaftes Home-Office mehr als nur vorstellen. Wenn es meine Aufgabe zulässt, das ist in manchen Aspekten bisher nach meiner Erfahrung, in meinem aktuellen Job, nicht möglich.
Gelernt habe ich das ich mich an einem Ort an den ich nicht ziehen wollte trotzdem zu Hause fühlen kann, auch wenn die Stadt von vielen eher als nicht lebenswert eingeschätzt wird. Ich mag Duisburg, gerade den Bezirk in dem ich lebe. Hier habe ich alles was ich brauche und entgegen der Meinung vieler ist es nicht asozialer als in vielen anderen Städten auch.
Einen Ort für sich zu schaffen an dem man in Ruhe arbeiten kann ist Gold wert. Die Gesellschaft muss endlich beginnen sich von festen Arbeitszeiten zu lösen, ich habe zum Beispiel dieses Jahr wieder häufig Samstags gearbeitet, mal später am Abend, mal früher. Solange man alles in ein gutes Verhältnis führt das zu einer sehr viel zufriedeneren Einstellung zum Leben. Ich mache meinen Job, aber dann wann ich gut bin und nicht wann ich es muss. Nicht jeder Beruf bietet diesen Luxus, aber wo es möglich ist sollte man es zu lassen.
Die Freiheit unabhängig von Ort und Zeit zu sein ist in meinen Augen eine der wichtigsten die man erreichen kann. Neben einer gewissen finanziellen Sicherheit natürlich.
Im finanziellen Bereich habe ich gelernt, es gibt mehr Chancen wenn man etwas riskiert, wenn man auch mal spielt. Trotz Börsencrash, den ich mit stoischer Ruhe ausgesessen habe und nur zum Nachkaufen nutzte, habe ich in diesem Jahr auch eine Achterbahnfahrt im Bereich P2P hinter mir, die noch nicht ganz ausgestanden ist und auch Kryptowährungen forderten mich in diesem Jahr durchaus heraus. Es macht aber Spaß sich damit zu beschäftigen und zu sehen das man seine Ziele fast mit 100% outperformt hat.

Ziele 2021

Ich wollte mir erst auf Grund der unsicheren Lage keine Ziele setzen, aber ich habe mich besonnen und mir doch einige Ziele gesteckt. Wichtige Ziele in meinen Augen.
Das erste und wohl größte Ziel ist es, ich plane meine erste eigene Immobilie, zur Vermietung, zu kaufen. Dazu werde ich die Zahl der Besichtigungen erhöhen müssen und auch noch einige Vorbereitungen treffen müssen um gegebener Zeit zuschlagen zu können. Ich gehe davon aus das sich der Markt in den nächsten fünf bis zehn Jahren weiter ähnlich entwickeln wird. Immobilien in Deutschland sind im europäischen Vergleich immer noch unterbewertet und derzeit glaube ich findet hier eine Aufholjagd statt.
Ansonsten verfolge ich weiter meine ETF-Strategie um eine sichere Rente zu haben. Hier bin ich was die Zahlung angeht weiter monatlich im mittleren dreistelligen Bereich unterwegs. Im P2P- und Kryptobereich werde ich auch weiterhin meine monatlichen Sparraten bedienen und den Markt weiter beobachten und hoffentlich meinen Cashflow weiter erhöhen.
Ich habe auch das ehrgeizige Ziel jeden Tag, egal wie das Wetter ist oder was man sonst gerne für eine Ausrede an den Tag legt, 10.000 Schritte zu gehen. Das habe ich vor einigen Jahren schon geschafft und somit sollte das kein Problem sein, derzeit bin ich gut 3000 Schritte unter diesem Wert. Zusätzlich möchte ich wieder regelmäßig Sport machen, mindestens zweimal die Woche. Das denke ich kann ich schaffen, derzeit ist es leider recht unregelmäßig und stört mich selber.
Auch das Thema Weiterbildung habe ich nicht aufgegeben und starte den Betriebswirt bei dem gleichen Anbieter, bei dem ich meinen Medienfachwirt gemacht habe, im April nochmal. Ich bin guter Dinge, da ich hier jetzt die Probleme kenne und weiß auf was ich achten muss und wann ich reagieren muss. Der Betriebswirt geht 15 Monate plus Prüfung und wird mich sicher das ein oder andere Mal an den Rand des Wahnsinns bringen. Aber wer hoch hinaus möchte, der muss auch Opfer bringen. Ich versuche auch nicht während der Vorlesung Abends einzuschlafen, das passierte ab und zu beim Medienfachwirt.
Der klarste Punkt, hier spielt der Verlauf der Corona-Maßnahmen eine Rolle ist mein immer noch bestehendes Ziel Beziehung. Aber ich bin guter Dinge, auch wenn ich auf den Rating-Teil tatsächlich nicht scharf bin. Dafür bin ich einfach nicht der Typ. Gehört aber irgendwie dazu.
Gerade die letzten beiden Themen gehören in den Bereich: Man darf niemals aufgeben. irgendwann klappt es oder man schafft es. 😀
Am Ball bleiben im Bezug auf meine kreativen und künstlerischen Hobbys, ich muss noch sehr viel lernen und ausprobieren. Meine Sprache in dem Bereich finden und vor allem veröffentlichen um Kritik zu bekommen, aber ich bin noch nicht an dem Punkt.

Langfristige Ziele

Die spannende Frage ist in meinen Augen immer: Wie passen die kurz- und mittelfristigen Ziele zu der langfristigen Vision? Deshalb möchte ich diese an der Stelle auch noch kurz aufgreifen.

Ich habe in den folgenden Bereichen die folgenden Ziele.

Gesundheit: Langes und gesundes Leben.
Neben der Ernährung, bei der ich schon sehr vieles mache ist eben die Bewegung der wichtige Ausgleich, der soll regelmäßiger sein.

Finanzen: Keine Abhängigkeit von einer Einkommensquelle.
Hieran arbeite ich weiter jeden einzelnen Monat und bin in den letzten Jahren gut und schnell voran gekommen. Habe viel gelernt und gehe hier die nächsten Schritte.

Beruflich: Anstellung im oberen Management und Spaß am Beruf.
Die Weiterbildung soll mich in die Lage versetzen auch weitreichendere Aufgaben übernehmen zu können in dem sie mir Wege eröffnet gerade im Bereich des Wissens und Anwendens.

Beziehung: Eine eigene kleine Familie und einen engen wunderbaren Freundeskreis.
Ich habe sehr gute und tolle Freunde, auf die ich zählen kann, auch das hat 2020 unter Beweis gestellt. Das mit der Familie gestaltet sich noch komplizierter, aber ich bin noch jung, da darf man nicht aufgeben. Wer weiß was 2021 bringt.

Hobbys: Ich habe ein Hobby bei dem ich mich kreativ ausdrücken kann.
Ich bin hier auf einem guten Weg, probiere derzeit sehr viel aus. Habe noch einiges auf meiner Liste was ich die nächste Zeit anschaffen und mit dem ich Experimentieren möchte. Unter Anderem wieder mehr Richtung Graffiti und Streetart. Aber auch Designzeichen und Druckgrafik sind Themen für die nächste Zeit. Hier werde ich einfach weiter machen, wie 2020, den dort bin ich einige Schritt gegangen und entdecke gerade die ersten Facetten meiner Sprache wieder.

Bücher über Selbstoptimierung und meine Erkenntnis

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Ich habe in den letzten 15 Jahren ungefähr 25 Bücher gelesen und aus den meisten auch versucht Rezepte anzuwenden. Deshalb habe ich sehr vieles ausprobiert in Bezug auf die Selbstoptimierung.

Alles fing an mit The Secret, dem ersten Buch welches mein denken nachhaltig und ernsthaft beeinflusst hat. Ich lass auf Englisch und auf Deutsch, alles was mir interessant schien habe ich gelesen Die 1% Methode, ebenso wie Die 7 Wege zur Effektivität. Mit manchen konnte ich mehr Anfangen wie mit The Energy Bus und mit manchen weniger wie Stell dir vor du wachst auf.

Das letzte Buch in die Richtung war Anfang des Jahres Der 5 Uhr Club, aus diesem Buch habe ich sehr vieles gezogen und verstanden was ich tatsächlich brauche statt dem nächsten Selbstoptimierungsbuch. Damit war das Buch sein Geld wert.

Ich habe gelernt das diese Bücher nie am Anfang beginnen, sondern nur Wege verkaufen um ein kurzes Hoch zu generieren, es tut gut jeden Tag zweimal zu meditieren. Es ist eine andere Perspektive um 5 Uhr aufzustehen. Rituale am morgen regeln für einen gewissen Zeitraum dein Leben ein bisschen geordneter. Aber diese ganze Literatur kann jemandem wie mir nicht geben wo nach ich Suche. Es veränderte mein denken, es beeinflusste mich, es gab mir Tools die mir in bestimmten Situationen sehr helfen. Aber sie schaffen es nicht die Gedanken im Zaum zu halten, sie schaffen es nicht meine Selbstzweifel zu kompensieren und sie schaffen es vor allem nicht das langfristig zu erledigen. Mit einigem Abstand fühlt sich das wie eine Ersatzreligion an. Die nur durch den Konsum und darauf ist der Markt der Selbstoptimierung ausgelegt, immer wieder ein gutes Gefühl gibt.

Ich rate immer wieder Menschen dazu ihr Leben mit dem einen oder anderen Tipp zu verändern, aber ich weiß das viele Sachen das Leben nur in kleinster Weise beeinflussen oder es im Fall des Tagesplanes vom 5 Uhr Club sogar komplett einschränken können und nicht zur Lebensrealität der normalen Bevölkerung passen können. Dadurch wird nur die Schlafmangelkultur und das sich selbst schlecht fühlen weil man nicht voran kommt gefördert.

Viele Bücher lassen sich in der Essenz auf folgende Themen herunterbrechen:

  • Ziele definieren
  • Planung
  • feste Abläufe
  • Dokumentation
  • ausreichende Bewegung/Sport
  • Meditieren/Gedanken ordnen

Es sind einfach Toolboxen und ihr sucht euch die besten Tool heraus die ihr benötigt, meistens wird in meinen Augen aber schon zu spät angefangen, man muss schon sehr weit sein und sich sehr viel mit sich auseinandergesetzt haben bevor diese Werkzeuge ihre volle Wirkung entfalten können. Deshalb sollte man das ganze als Prozess sehen und man muss seine Intentionen kenn, der komplizierteste Prozess, dazu gibt es aber in meinen Augen keine gute Literatur. Die Intention kann man am besten herausfinden, wenn man sich in den entscheidenden Augenblicken die Fragen stellt: „Bin ich glücklich?“ und „Ist das der Ort an dem ich sein will?“

Die erste Frage zu beantworten fällt mir schwer, den was ist Glück, deshalb beantworte ich diese Frage auch eigentlich nie mit „Ja“. Ich will mehr Verantwortung Privat und Beruflich, ich will nich 10 Jahre warten, ich will es jetzt. Ich war noch nie der Mensch, der sich an den normalen Weg halten mag, auch wenn ich das in den letzten Jahren durch verschiedene Einflüsse mehr getan habe. Deshalb ist es sehr schwer, das ich zur Zeit „Ja“ sagen kann. Die zweite Frage beantworte ich eigentlich dauerhaft mit „Nein“. Das ist auch der Grund warum ich glaube das meine Selbstoptimierung mir nicht das bringt was ich gerne will. Ich kenne alle Tools, ich habe mich schon sehr viel mit mir auseinander gesetzt, ich brauche jemanden der mir sagt wie ich dahin komme, wo ich hin will. Das tut aber keiner der Ratgeber, die sagen wie ich smarter arbeite, wie ich vor dem Sonnenaufgang aufstehe oder wie ich meine Gedanken durch Meditation fließen lasse.

Diese Erkenntnis aus der Coronazeit, lässt sich für mich wie folgt zusammenfassen, ich habe vieles gelernt, kann es aber nicht nutzen und merke immer mehr das es daran liegt wie eingeengt ich mich fühle. Freiheit ist der wichtigste meiner persönlichen Werte und dieser ist nicht vorhanden. Es gibt auf TicTok eine Challenge das man sich dabei filmen soll, während man einen Track hört, der dir Erinnerungen der Kindheit aufzählt und immer wenn es jemand macht, weinen die Menschen. Wir haben Freiheit gegen die Komfortzone getauscht und uns in einen goldenen Käfig gesteckt. Das kann ich dank 15 Jahre Selbststudium feststellen. Festgehalten von Monstern, den Gedanken und Vorstellungen anderer Menschen.

Was diese Feststellung jetzt für mich bedeutet klingt für einen vielleicht wie weglaufen, aber ich glaube es ist Zeit auszubrechen, unabhängiger zu werden. Wie genau dieses aussieht, weiß ich noch nicht. Doch ich bin mir sicher das wird die tatsächliche Reise, auf diese liefen alle die Vorbereitungen der ganzen Jahre hinaus. Ob es bedeutet alles hinter mir zu lassen, ob es bedeutet ein ganz anderes Abenteuer zu starten oder wie es tatsächlich am Ende aussieht weiß wohl niemand.

Lass es uns herausfinden. Join me on my journey back to myself.

Apple Watch – Meine Ersten Erfahrungen

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Seit einigen Tagen darf ich die Apple Watch Series 3 mein Eigen nennen. Seit der ersten Apple Watch spielte ich immer wieder mit dem Gedanken mir eine anzuschaffen. Aber irgendwie konnte ich mich nie durchringen.

Jetzt in Zeiten in denen die Bewegung durch Home-Office und den allgemeinen Lockdown eingeschränkt war, wollte ich aber genauer monitoren wie viel ich mich bewege. Deshalb beschloss ich mir eine Apple Watch zu kaufen, als Einstieg erschien mir die Series 3 ideal zu sein. Die Series 5 spricht zwar mehr mein Haben-Wollen-Instinkt an, aber der Preisunterschied war mir für diesen Testlauf dann doch zu groß.

Das Auspacken und einrichten war wie gewohnt Appletypisch, einfach und schnell. Die Watch führt einen in die Mechanik und das Konzept ein und schon nach wenigen Stunden blickte ich mehr auf meinen Arm, als auf mein Handy um zu prüfen ob ich eine Benachrichtigung hatte. Ich trage eigentlich nie Uhren, weil ich sie als Schmuck ansah und Schmuck für mich nicht so wichtig ist. Eine Smartwatch wie die Apple Watch bringt mir aber einen Mehrwert. Gerade der Aspekt der Unterstützung bei Bewegungszielen und das verlagern von Benachrichtigungen bringen mich zu der Überzeugung das eine Smartwatch ein gutes Hilfsmittel sein kann.

Ich habe nach einigen Tagen auch das erste Mal alle drei Ringe geschlossen, dem entsprechend war ich Stolz, es machte sich ein unglaubliches Gefühl breit in mir. Auch der Ehrgeiz dieses zu wiederholen war geweckt und ich glaube das ist es warum die Watch mit ihrem Gamificationfaktor so viele Menschen überzeugen kann. Die Uhr ist wie ein kleiner Assistent am Handgelenk mit vielen kleinen nützlichen Funktionen. Meine bisherigen Lieblingsfunktionen sind die Erinnerung aufzustehen, die Atmen-App und Siri. Man merkt erst durch die Erinnerungen der Watch wie selten man tatsächlich aufsteht und es ist toll sich wenigstens an 12 Stunden mal kurz zu bewegen. Atmen greift das Konzept einer Meditation mit Atmen auf, sehr rudimentär, aber es erfüllt seinen Zweck sehr. Siri kennt man ja vom Apple TV oder seinem iPhone, aber Siri am Handgelenk das ist schon schick und einfacher, steht man in der Küche und braucht einen Timer, Siri hilft einem prompt und man muss nicht erst ins Wohnzimmer zurück zu iPhone.

Was mich bisher stört, ist die Helligkeit, selbst in der niedrigsten Stufe ist es mir noch zu hell. Aber das ist in meinen Augen meckern auf hohem Niveau, ich bin auf jeden Fall froh die Apple Watch angeschafft zu haben und was ich immer wieder erstaunlich finde alles passt sich nahtlos in die Infrastruktur und das Leben ein.

Finanzen | Aktien und ETF die ich derzeit ins Auge fasse

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Ich habe ja geschrieben das ich derzeit noch Platz für zwei bis drei Titel sehe und ich habe mir überleg mal aufzuzählen welche Werte ich dort sehen könnte oder welche Branchen.

Der erste Slot soll mit einem spekulativeren Investment besetzt werden, hier beobachte ich derzeit den Fleischersatzmarkt. Also Beyond Meat und den geplanten Börsengang von Impossible Foods, wenn mich beide nicht überzeugen können, könnte hier auch eine Vapiano ihren Platz finden. Alle drei Titel halte ich nicht für unproblematisch, sie bergen teilweise erhebliche Risiken, aber sie bieten im Gegensatz auch entsprechende Chancen. Bei Beyond Meat einzusteigen würde ich allerdings erst wieder bei unter 70 Dollar avisieren. Wann Impossible Foods an die Börse geht muss abgewartet werden, es heißt noch 2020, dann muss dementsprechend geschaut werden zu welchem Preis. Ich kann mir auch vorstellen diesen Slot auf die beiden Konkurrenten aufzuteilen. Es sind dann zwei Werte, aber die sehr ähnlich sind und bei dem fraglich ist, ob es genug Marktanteile für beide gibt. Natürlich verfolgen beide ein unterschiedliches Konzept.

Der zweite Slot soll ein weiterer ETF werden, hier suche ich derzeit einen Small-Cap ETF für Europa, der tatsächlich Small Caps und nicht wie häufig Mid-Caps abbildet. Dies wird eine Recht kleine Position werden. Ich denke das Europa in den nächsten Jahren gerade im Small Cap Market viele innovative Unternehmen hervorbringen wird, gerade die anlaufenden Förderungen zu Zukunftstechnologien werden hier einen zusätzlichen Boost geben. Ich könnte mir statt eines Small Caps ETFs auch ein Robotic oder Biotech ETF vorstellen, ich beobachte den Markt gerade an dieser Stelle und lese viel zu dem Thema.

Beim dritten Slot, der auch noch nicht ganz sicher ist, ob er kommt, überlege ich einen der großen Medienkonzerne wie Disney aufzunehmen oder einen weiteren Konsumtitel wie LVMH. Ich bin mir aber noch nicht sicher, weil ich noch nicht greifen kann wohin die Reise geht. Gerade in Hinblick auf den größeren Konsum um stabile Wachstumsraten zu erwarten. Außerdem weiß ich noch nicht wie sich der Klimaschutz am Ende auf den Konsum auswirken wird. Vielleicht gibt es tatsächlich ein Umdenken bei den Menschen, daher sind Konsumorientierte Unternehmen vielleicht nicht das Investment in die Zukunft. Sondern eher etwas Richtung Global Warming, daher ist der dritte Slot noch sehr vage und nur eine erste sehr grobe Idee.

Ich bin kein Anlageberater, dieser Blogpost spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder und stellt keine Anlageempfehlung dar. Bei P2P Krediten ist es, wie bei jeder Geldanlage möglich sein gesamtes eingesetztes Vermögen zu verlieren.

Meinung | ING als Hausbank?

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Ich bin seit 2003 Kunde bei der ING bzw. bei diversen Vorgängern, die aber 2018 schlussendlich in der ING aufgingen. Seit Frühjahr 2008 habe ich dort mein Girokonto dort und zwar als mein Hauptkonto. Zeitweise hatte ich dort, mit meiner damaligen Freundin auch noch ein zweites Girokonto für unseren Haushalt.

Ich beobachte den Markt seit 2012 intensiver, damals wollte ich endlich kontaktlos bezahlen und geriet irgendwie in dieses Thema. Heute ist für mich Personal Finance eines der Themen die mich beinahe täglich begleiten. Ich informiere mich sehr genau über Details, habe auch mal andere Anbieter als Hauptkonten ausprobiert, bin der ING aber immer treu geblieben. 2015 zog ich sogar mein Depot dorthin und auch der Hauptteil meiner Wertpapiergeschäfte läuft meistens über die ING. Mit einer fast neunmonatigen Unterbrechung, weil die ING Apple Pay nicht implementierte. Aber als Apple Pay endlich kam, habe ich der ING wieder eine Chance gegeben meine Hausbank zu sein. Das will die ING laut CEO Nick Jue ist das so gewollt „Unser Ziel ist, mit allen Kunden eine aktive Kundenbeziehung aufzubauen“. 1

Mit dem aktuellen, immer eingeschränkteren Angebot, ist das in meinen Augen nicht zu schaffen. Die ING bietet weiterhin das Modell nur ein Girokonto pro Person an, das ist weder zeitgemäß, noch bietet die ING ein Tool um sein Konto ordentlich zu strukturieren und zu verwalten. Es gibt seit Mitte letzten Jahres die Analysefunktion, aber diese ist nur sehr eingeschränkt. Der Algorithmus ist unausgereift und schlägt immer wieder sehr fragwürdige Kategorien vor. Fünf mal kauft man bei LIDL ein, viermal sind es Lebensmittel und beim fünften Mal ist es Wohnen. Außerdem gibt es keine umfangreichen Statistiken zur Entwicklung, man kann den Monatszyklus nicht selber festlegen, man kann keine eigenen Kategorien anlegen und die Budgets sind nicht Hauptteil des Kontos, sondern nur Schmuck der nicht auf den ersten Blick zu sehen ist. Deshalb braucht man zur besseren Übersicht derzeit mehrere Konten, aber diese biete die ING nicht an. Neben diesem Punkt hat die ING seit einigen Tag die Funktion Sparziele ausgerollt, aber man kann auf ein Extra-Konto, so heißt das Tagesgeld der ING, nur ein Sparziel anwenden. Man kann aber nicht unendlich Extra-Konten anlegen, mit Girokonto und Depot darf ich derzeit maximal zwei Extra-Konten anlegen und alleine mein Notgroschen ist schon ein Konto, dann habe ich ein Konto für die jährlichen Ausgaben und bei anderen Bank eines für Urlaub und eines für bestimmte Anschaffungen. Ich müsste also schon mindestens vier Sparziele auf 2 Konten anlegen können, das geht aber nicht. Dafür kann man den Extra-Konten jetzt Icons geben, das Ganze wurde aber nicht zu Ende gedacht, man kann aber seinem Girokonto und dem Depot keine unterschiedlichen Icons geben und nun unterscheidet man zwar seine Tagesgeld-Konten, aber die anderen Konten nicht und konsequentes UX-Design sieht ganz klar anders aus.

Eine größere Baustelle ist und bleibt aber die Online-Banking App. Es fehlen eigentlich alle Zusatzfunktionen, dazu zählen auch Daueraufträge und Terminüberweisungen, einen Link einzubauen hat mehr als ein Jahr gedauert, aber eine Integration in die App scheint nicht in Sicht. Analyse, Kleingeld-Sparen und Sparziele also die neuesten Funktion des Online-Bankings kommen irgendwann und da es keine ungefähren Datumsangaben oder eine klare Roadmap gibt kann es sich noch um Jahre handeln. Die Konten in der Mobilen App werden immer noch anders sortiert als im Online-Banking. Das Depot ist derart Beschnitten das es kaum etwas bringt dieses ohne das Online-Banking zu nutzen. Die Entwicklungsgeschwindigkeit der Vergangenheit lässt nicht erwarten das es sich in naher Zukunft etwas tut.

Die größte Baustelle ist und bleibt das Depot, grafische Auswertungen, detaillierte Auswertungen, Statistiken und ähnliches sind nicht einmal für die Zukunft angekündigt. Gerade wenn man z.B. beim der comdirect schaut, gibt es dort unzählige grafische Auswertungen anschaulich aufbereitet. Es gibt zum Glück inzwischen mehr Aktien-Sparpläne. Die Kosten dafür sind aber immer noch viel zu hoch und wenn man sich Trade Republik oder andere Newcomer anschaut, dann ist die ING beim Wertpapiergeschäft sehr weit abgeschlagen.

Dann gibt es noch viele kleine Dinge die es dem Kunden unmöglich machen die ING als echte Hausbank zu sehen. Es gibt seit Einger Zeit keine echte Kreditkarte mehr, es handelt sich jetzt um eine Visa Debit. Warum man die girocard dann noch zusätzlich bekommt kann verstehen wer will. Brauchen tut man diese dann nicht mehr, Händler die heute keine VISA Karte nehmen sollten tunlichst gemieden werden. Die Watchlist ist nicht mit dem Konto und dem Depot verbunden, man hat dafür einen extra Login. Es gibt ab Mai 2020 Kontoführungsgebühren, wenn man das Konto nicht mit mindestens 700,- € Geldeingängen versorgt, dabei zählen aber nur Gehalts-, Renten- und ähnliche Zahlungen. Der 50,- € Mindestabhebebetrag ist auch ein kleines Detail der Einschränkungen oder die Extragebühr für Glücksspiel wenn man mit der Karte zahlt. Die immer stärkewerdende Werbung im Online-Banking stört inzwischen nicht nur, sie ist penetrant nervend. Das seit Monaten kaum funktionierende Multibanking, auch fehlen hier immer noch unendlich viele Banken, trotz PSD2. Der nicht durchdachte Login-Prozess setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

Das Problem an der Kommunikation, welches im Internet zu lesen ist, kann ich nicht bestätigen, weil ich kaum versuche die ING telefonisch zu erreichen, aber lange Warteschleifen scheinen mehr normal als die Ausnahme zu sein und das wo man sich von den Challenger-Banken absetzen möchte. Diese Problematik vervollständigt den Eindruck, seit einiger Zeit ist die ING agil aufgestellt2, ich habe das Gefühl das der Kunde seitdem aus dem Fokus der Bank verschwunden ist. Es kommt mir mit jedem Tag dort so vor, als wenn eine Hand nicht weiß was die andere tut. Die Entscheidungen die dort seit einiger Zeit getroffen werden sehen nicht durchdacht aus. Den größten Auftakt zu Problemen machte der Zwangsumstieg auf die neue mobile App, es folgten Apple und Google Pay, was ich als komplettes Chaos in Kommunikation und Umsetzung bezeichnen würde und zieht sich über die HBCI Deaktivierung, das Online- und Mobile-Banking bis hin zur Einführung der Kontogebühren durch. Jedes Mal konnte man ein Muster sehen, im Vorfeld schlechte und irreführende Kommunikation. Dann folgten Hauruck-Aktionen und später hat man das halbe Produkt hingestellt und es als fertig verkauft. Das der Nutzer in der heutigen Welt mehr Betatester ist, verstehe ich, aber bei der ING sieht das meiste eher wie frühe Alpha aus und kommt nicht in die Beta. Vom Spielmacher ist man zum verletzen Spieler auf der Ersatzbank geworden.

Es muss ein Fokus auf die dringenden Themen gelegt werden, als erstes das Online-Banking und das mobile Banking, diese müssen vervollständigt werden und komplett Funktionsfähig werden. Danach muss es eine echte Kreditkarte geben und dann beginnt die eigentliche Arbeit das verbessern der Analyse- und der Sparzielfunktion, Konten müssen anders gedacht werden. Es sind nur Zahlen, diese werden grafisch aufbereitet. Wenn das Grundgerüst des Banking steht muss das Depot komplett neu gedacht und präsentiert werden. Dabei müssen die Kunden klar Informiert sein und einbezogen werden, was sind die nächsten Schritte.

Neben der Entwicklung muss massiv im Kundenservice aufgestockt werden und die ING muss endlich verstehen, Hausbank zu sein bedeutet Verantwortung, diese resultiert daraus das beste Produkt anzubieten, welches aus einer Hand ist und bei dem man nicht noch 5 andere Banken benötigt. Ich sehe auf Dauer nicht das sich die Zinspolitik ändern wird, deshalb muss die ING möglichst zeitnah erklären was das für den Kunden in der Zukunft heißt, wann und wie kostet es Geld. Die 4,99 € bei unter 700,- € werden nicht ausreichen um die Kosten, die gestemmt werden müssen, zu Decken. Eine echte Kreditkarte würde hier schon zur Kostendeckung Beitragen. Aber nur wer drei oder mehr Produktkategorien aktiv bei der ING nutzt wird auf Dauer ein Kunde sein der ein kostenloses Konto behält. Sonst muss man weiter mit diesen Problemen kämpfen. Ich bin bereit bei guten und durchdachten Funktionen wieder alle Finanzgeschäfte über die ING abzubilden. Aber dafür muss sich einiges zeitnah tun.

Bis 2018 habe ich die ING für eigentlich alle uneingeschränkt empfohlen, inzwischen tue ich das nicht mehr. Die ING wird eine Menge machen müssen um mich in Zukunft noch zu halten. Die Kurve der Zufriedenheit zeigt steil bergab.

Quellen
1 https://www.rnd.de/wirtschaft/auch-die-ing-direktbank-verlangt-jetzt-kontogebuhren-VNCDYRWI5IS5ZFEFSTRHJPL66M.html

2 https://www.ing.de/ueber-uns/menschen/agile-bank/